Plissee zu, Licht aus zur Earth Hour

Die Earth Hour, also die Stunde der Erde, ist eine Umweltschutzaktion, die die Einstellung der Bürger bezüglich des Energiesparens und des Umweltbewusstseins positiv verändern soll. Am 26. März 2011 fand die Aktion 20.30 Uhr zum fünften Mal statt. So haben an diesem Tag in 134 Ländern in mehr als 3000 Städten zahlreiche Menschen für 60 Minuten das Licht ausgeschaltet, ihr Plissee runter gezogen und mit der Verwendung von Kerzen ein Zeichen gesetzt. Denn damit sollen die Menschen vor allem wachgerüttelt werden, sich mehr Gedanken um den Klimaschutz zu machen und sich für erneuerbare Energien zu interessieren. Die Aktion soll dazu beitragen, dass Menschen z.B. Ökostrom nutzen, sich Solaranlagen aufs Dach bauen, weniger Treibshausgase durchs Autofahren produzieren und ihre Energienutzung generell überdenken und einschränken.

Die erste Earth Hour wurde 2007 von der Umweltschutzkampagne WWF in Australien ins Leben gerufen, um den CO2-Ausstoß in der Stadt um ganze 5 Prozent in 12 Monaten zu reduzieren. Denn das Land gehört zu einem der Länder mit dem größten CO2-Pro-Kopf-Ausstoß. Das symbolische Ausschalten aller Beleuchtungen von 19.30 Uhr bis 20.30 Uhr am 31. März 2007 sollte die Menschen für das Thema begeistern und auf die Verschwendung vieler Ressourcen hinweisen. Geschäfte, Unternehmen und Privatleute konnten sich vorher registrieren und an einem Gewinnspiel teilnehmen, das zum Mitmachen anregen sollte. So gingen auch die Lichter der Stadtwahrzeichen Opera House und Sydney Harbour Bridge, die Coca-Cola Leuchtreklame im Stadtviertel Kings Cross und viele weitere Außenbeleuchtungen aus. Nach und nach zogen andere Länder und Städte nach, erst London in England, dann das kalifornische San Francisco, Deutschland, die Schweiz und Österreich und letztendlich noch viele weitere Länder.

Ob die Aktion wirklich etwas bringt, ist fraglich. Denn, wenn 50 Prozent aller deutschen Haushalte hinter ihren Rollos für fünf Minuten das Licht ausschalten würden, würde man dadurch ca. 343 Tonnen CO2 einsparen, was sich erst einmal viel anhört. Würden die 50 Prozent der Haushalte jedoch all ihre Glühbirnen gegen Energiesparlampen oder sogar LEDs eintauschen, könnten damit in einem Jahr ca. 2,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Zum Wachrütteln der Menschen kann die Aktion aber dennoch sinnvoll sein, da sich die Veränderung letztendlich auch positiv auf den Geldbeutel der Menschen ausübt!